Kommentar zum verschobenen Abzug der US Armee aus den Coleman Barracks

Das amerikanische Verteidigungsministerium ist immer für eine Überrraschung gut. 2010 hieß es „Wir ziehen ab.“ Dass die Coleman Bararacks nun aber doch nicht geschlossen werden, diese Nachricht kam wie der Blitz aus dem heiteren Himmel.  Und nun? Bedeutet die angedeutete Stationierung dieses sogenannten European Activity Sets, dass da ein paar Geräte rumstehen? Also nur ein Lager? Oder vielleicht auch ein Trainingsgelände, verbunden mit Lärm? Man hat ein solches Activity Set auch im bayrischen Grafenwöhr installiert. Unter anderem, weil man dort einen zentralen Ort für Übungen auch mit Partnern habe.

Für die Stadt bedeutet das Ganze, dass der Bürgerdialog zur weiteren Nutzung des Geländes zwar sinnvoll aber bis auf weiteres nutzlos war. Die Pläne verstauben nun einem Aktenschrank. Ein paar Jahre – vielleicht mehr, vielleicht auch nicht. Pläne können sich ändern, das zeigt der Rückzug vom Abzug ja deutlich. Planungssicherheit sieht anders aus. Aber so kennen wir das: Wenn das amerikanische Verteidigungsministerium seine Strategie ändert, dann passiert das ohne Rücksprache oder Vorwarnung. Für Stadtspitze und Anwohner ist der neue Zustand jedoch alles andere als eine gute Nachricht. Eigentlich ist er untragbar, denn da sind ein paar Fragezeichen zu viel im Raum.