Mannheimer Fernsehgottesdienst (13)

Fernsehgottesdienst zum Geburtstag der Kirche

Um Wahrheit und Gewissheiten geht es in dem Mannheimer Fernsehgottesdienst, den die Dekane Ralph Hartmann und Karl Jung am Pfingstsonntag in der evangelischen Pfingstbergkirche, Rheinau, gestalten. Die Feier wird am 31. Mai um 10 und um 14 Uhr im Rhein-Neckar-Fernsehen ausgestrahlt und ist anschließend in der RNF-Mediathek zu sehen. Gemeinsam hatten Dekan Ralph Hartmann und sein katholischer Kollege Karl Jung unmittelbar am ersten Sonntag nach dem Corona-bedingten Gottesdienstverbot die Premiere gefeiert: Am 22. März strahlte das Rhein-Neckar-Fernsehen die erste Ausgabe eines „Mannheimer Fernsehgottesdienstes“ aus. An Pfingstsonntag nun gestalten sie einen Gottesdienst wiederum gemeinsam. Es ist nach 13 Ausgaben in dieser Form der vorerst letzte in diesem von beiden Mannheimer Kirchen getragenen Angebot. „Wir hören auf und machen weiter“, beschreibt Dekan Hartmann die Situation. Denn auch wenn nun vorerst sonntags im Regionalfernsehen keine Gottesdienste ausgestrahlt werden, so finden sie auf zahlreichen anderen medialen Kanälen für diejenigen statt, die zu Gottesdiensten nicht in die Kirche gehen können. Seit Anfang Mai sind öffentlich gefeierte Gottesdienste wieder gestattet, seit 17. Mai laden in Mannheim evangelische Gemeinden und katholische Seelsorgeeinheiten wieder in die Kirchen ein. „In den zurückliegenden Corona-Wochen haben wir wertvolle Erfahrungen gemacht, was unsere mediale Präsenz von geistlichen Angeboten betrifft“, sagt der katholische Dekan Jung. „Wir haben viele positive Rückmeldungen darauf erhalten, dass wir auch auf diesem Wege für Menschen da sind“. An Pfingsten feiert die Kirche ihren Geburtstag. Nach der biblischen Erzählung gründete sich vor rund 2000 Jahren in Jerusalem die erste christliche Gemeinde. Das Pfingstwunder mit der Aussendung des heiligen Geistes, der durch eine Taube symbolisiert wird, stehen im Zentrum des Hochfestes. „Dieser Geist ist es, der Pfingsten zu einem Fest der Erneuerung der Kirche macht. Es erinnert an die Anfänge der Kirche, weist aber gleichzeitig Richtung Zukunft.“ Die Jünger wurden ausgesandt, die frohe Botschaft unter die Menschen zu bringen. „In der Pfingsterzählung haben die Jünger den Geist Gottes als vielstimmige Wahrheit empfangen“, sagt Dekan Ralph Hartmann. „Der Geist lehrt uns nicht Einheitlichkeit, sondern Einheit in Vielstimmigkeit“.