Uniklinik Heidelberg verlegt sechs Covid-19-Patienten mit speziellem Intensivbus

Wegen der stetig steigenden Zahl an Corona-Kranken in der Region werden die Behandlungs-Ressourcen in den Krankenhäusern knapp. Die Uniklinik Heidelberg verlegte nach eigenen Angaben in den vergangenen 24 Stunden sechs Patienten in andere Kliniken. Dazu forderten die Mediziner heute einen Intensiv-Transportwagen an, weil Hubschrauber wegen des Nebels nicht fliegen konnten. Zudem schlossen die Ärzte der vollen Intensivstationen eine sogenannte Triage nicht mehr aus. Dann müssten die Mediziner entscheiden, wem sie zuerst helfen. Ingo Autenrieth, Leitender Ärztlicher Direktor der Uniklinik, sagte wörtlich: „So eine Situation haben wir in den letzten 50, 60 Jahren weder in Heidelberg noch sonst wo in Deutschland erlebt.“ Unterdessen warnte Edgar Reisch, der Pflegedirektor der Uniklinik, vor einem Kollaps und appellierte, sich strikt an die Corona-Regeln und den Lockdown zu halten. Die Lage sei dramatisch. Ein Problem sei für die Krankenhäuser unter anderem, dass Covid-19-Patienten bis zu 60 Tage in einem Intensivbett liegen müssten, wenn sie erst einmal beatmet würden.