Warnstreik an Uniklinik Heidelberg

Etwa 1000 Beschäftigte folgten dem Aufruf der Gewerkschaft verdi und legten die Arbeit nieder. Zur zentralen Kundgebung am Nachmittag im Neuenheimer Feld kamen auch Mitarbeiter der Unikliniken in Freiburg, Tübingen und Ulm. Wegen des Warnstreiks mussten in Heidelberg unter anderem Operationen verschoben werden. Die Akutversorgung der Patienten war aber gewährleistet, teilte die Uniklinik mit. Mit der ganztägigen Aktion will die Gewerkschaft ihrer Forderung nach Entlastung des Pflegepersonals Nachdruck verleihen. Sie strebt einen Tarifvertrag mit festgeschriebenen personellen Mindeststandards im Pflegebereich an. Die Arbeitgeber verweisen dagegen auf kontinuierlichen Personalaufbau in den letzten Jahren. Sie lehnen starre Personalschlüssel in der Krankenpflege ab. In der Tarifauseinandersetzung gab es bisher drei Verhandlungstermine, der nächste ist morgen in Stuttgart vorgesehen.