Zur Sache vom 9. November 2018

Was bedeutet die Bahnstudie für die Region? Bundespolitik stellt umstrittene Weichen für den Großknoten Mannheim

Es ist ein Thema, bei dem man schnell entgleisen kann: Wie und wo soll die Bahn künftig durch das Rheintal und damit durch unsere Region fahren. Und vor allem: Wie und wo sollen die schnellen Expresszüge den zentralen Hauptbahnhof erreichen, wie behalten der Mannheimer Güterbahnhof und das Hafenzentrum MA/LU – beide bundesweit auf Platz zwei – den Anschluss ans internationale Bahnnetz und wie soll speziell die Stadt Mannheim mit der jetzt vom Bundesverkehrsministerium vorgestellten Studie umgehen, die einerseits den weiteren Ausbau des Bahn-Großknotens als höchst dringlich sieht, zum anderen aber offensichtlich unterstellt, das ab 2025 die meisten Güterzüge von Nord nach Süd mitten durch die Stadt rollen. Und nicht nur wie heute 90, sondern dann bis zu 250 in 24 Stunden. Es ist ein Dilemma: Hier die weiter wachsende Metropolregion mit dem Wunsch, in alle Verkehrsbahnnetzwerke voll integriert zu werden, da der Wunsch der Menschen nach möglichst wenig Lärm und hoher Lebensqualität. Es ist ein wenig wie die Quadratur des Kreisen und ein echter Interessenkonflikt, bei dem die richtige Weichenstellung seit vielen Jahren heftig diskutiert wird. Unser Thema heute in Zur Sache: Was bedeutet die Bahnstudie für die Region? Bundespolitik stellt umstrittene Weichen für den Grossknoten Mannheim.

Zur Sache diskutieren:

  • Artin Adjemian, Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar (IHK)
  • Martina Irmscher, BI Gesundheit statt Bahnlärm in MA (GESBIM)
  • Andreas Schöber, Fahrgastverband PRO Bahn Rhein-Neckar
  • Christoph Trinemeier, Verband Region Rhein-Neckar (VRRN)

Moderation: Bert Siegelmann