Metropolregion: Streik bei RNV legt Busse und Bahnen lahm

Das befürchtete Chaos blieb aus. Der Warnstreik im Öffentlichen Nahverkehr wirbelte den Schüler- und Pendler-Transport heute morgen nicht durcheinander. Dennoch warteten an vielen Haltestellen Fahrgäste vergeblich auf Busse und Straßenbahnen.

Der Tarifstreit bei der Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft brachte den Nahverkehr in und um Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen zum Erliegen. 24 Stunden Warnstreik – viele mussten deshalb aufs Auto umsteigen, an manchen Schulen vedichtete sich denn auch der Verkehr, aber größere Staus gab es nach Polizeiangaben in den Großstädten nicht.

Ansonsten hieß es für mehr als 400.000 rnv-Kunden: improvisieren.

Der Beitrag aus RNF Life vom 19.04.2013

 

Die Deutsche Presse-Agentur meldete tagsüber zu diesem Thema:

Ein Warnstreik legt seit Freitagmorgen den Bus- und Straßenbahnverkehr in der Region Rhein-Neckar größtenteils lahm. „Heute Morgen um 3.30 Uhr hat der Streik begonnen“, sagte ein Sprecher der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV). Ein Verkehrschaos blieb zunächst aus. Ein Sprecher der Mannheimer Polizei beispielsweise sagte, die Staus am Morgen seien ein bisschen länger gewesen als sonst, aber nichts Außergewöhnliches.

Aus Sicht der RNV waren die Fahrgäste gut informiert. Pendler hätten sich Alternativen zu Bussen und Straßenbahnen gesucht, sagte eine Unternehmenssprecherin am Morgen. Die wenigen Fahrzeuge privater Busunternehmen, die nicht an den Warnstreiks beteiligt sind, seien kaum genutzt und nahezu leer gewesen. Die S-Bahnen waren von der Arbeitsniederlegung nicht betroffen.

Vor dem Werkstor der RNV hatten sich am frühen Morgen einige der Streikenden versammelt und forderten mit Bannern und Plakaten mehr Lohn, wie eine Verdi-Sprecherin mitteilte. Die Gewerkschaft hatte am Mittwoch zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung bei der RNV aufgerufen. Bis Samstag 3.30 Uhr solle der Streik dauern.

Die RNV betreibt die Straßenbahn- und Buslinien im Großraum Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen. Sie befördert fast eine halbe Million Fahrgäste täglich. Verdi will mit dem Warnstreik den Druck auf die RNV in den Tarifverhandlungen erhöhen, die bislang ohne Einigung geblieben sind. (dpa)