Metropolregion: Sturmtief „Egon“ entwurzelt Bäume – Zirkuszelt in Landau zerstört

Insgesamt sei die Lage zunächst nicht so dramatisch gewesen wie befürchtet, berichteten die Polizeipräsidien der Region.

Am schlimmsten traf es einen Zirkus in Landau:  Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) versuchten vergeblich, ein Zirkuszelt gegen den Sturm abzusichern. Dies sei nicht gelungen, teilte die Polizei mit. Der Betreiber habe einen Schaden von etwa 300 000 Euro gemeldet.

In Mannheim wurde eine Frau von einem Lastwagen geweht, als sie die Plane festzurren wollte. Sie wurde leicht verletzt. Insgesamt rückte die Polizei zu 100 Einsätzen aus. Es wurden Baugerüste und Bauzäune umgeworfen, Verkehrszeichen umgeknickt, Dachziegel von Dächern geweht sowie Mülltonnen, Müllsäcke und zur Abholung bereitgelegte Weihnachtsbäume weggeweht.

In der gesamten Region blockierten umgestürzte Bäume und abgerissene Äste Straßen. In mehreren Orten wurden parkende Autos beschädigt.

Zwischen Neckargemünd und Neckarsteinach stürzte kurz nach 4 Uhr ein Baum auf die Oberleitung der S-Bahn-Strecke, der Zugverkehr musste bis um 6.20 Uhr eingestellt werden.

Der Tiergarten in Worms und Grünanlagen in Ludwigshafen wurden vorsorglich gesperrt.Laut Wetterdienst DWD waren die Windgeschwindigkeiten auf dem 554 Meter hohen pfälzischen Weinbiet in der Nacht
zeitweise am höchsten in Deutschland. So sei gegen 5.00 Uhr auf der Erhebung nordöstlich von Neustadt eine
Windgeschwindigkeit von 139 Stundenkilometern gemessen worden.(mf/dpa)