Metropolregion: „Wir schaffen was“ zieht Bilanz – 6.000 Menschen beim Helfertag

Die Metropolregion Rhein-Neckar hat Bilanz zum Helfertag „Wir schaffen was“ gezogen. Demnach waren 6.000 Menschen bei 292 Projekten aktiv. RNF berichtet am Montag in „RNF Life“ in einem Filmbericht über den Helfertag. Vorab dokumentieren wir an dieser Stelle die Pressemitteilung der Metropolregion Rhein-Neckar mit allen relevanten Zahlen und Fakten.

Pressemitteilung der Metropolregion Rhein-Neckar

„Mach mal blau – für andere“ lautete das Motto des vierten Freiwilligentages der Metropolregion Rhein-Neckar am heutigen Samstag. 6.000 Menschen sind diesem Aufruf nach ersten Schätzungen gefolgt. In 67 Städten und Gemeinden in Nordbaden, Südhessen und der Pfalz wurde bei 292 Ehrenamtsaktionen gemeinsam gestrichen, geschraubt, gebag-gert, gesungen, vorgelesen und Zeit miteinander verbracht – ein neuer Rekord, der deutschlandweit seinesgleichen sucht!

Von Minfeld (Kreis Germersheim) im Süden bis Biblis (Kreis Bergstraße) im Norden und von Neidenfels im Westen (Kreis Bad Dürkheim) bis Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis) im Osten waren die fleißigen Helfer in den blauen „wir schaffen was“-T-Shirts unterwegs und stellten ihre Arbeitskraft in den Dienst der guten Sache. Kitas und Schulen wur-den gestrichen, Ausflüge mit Behinderten unternommen, Spielplätze auf Vordermann gebracht, Naturschutzgebiete und Streuobstwiesen gepflegt oder in Seniorenheimen und Begegnungsstätten gemeinsam musiziert und gelesen.

Großer Dank an die Helfer und gemeinnützigen Einrichtungen

„Die Rhein-Neckar-Region ist eine Region des guten Miteinanders. Das haben die vielen Helfer beim Freiwilligentag heute wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Darauf können wir stolz sein“, so Albrecht Horn-bach, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar. „Ich bin begeistert, mit wie viel Schwung und Freude die Freiwilligen ans Werk gegangen sind und mit welcher Selbstverständ-lichkeit gemeinsam angepackt wurde. Ich hoffe, dass viele Helfer auf den Geschmack gekommen sind und sich über diesen Tag hinaus dau-erhaft einbringen. Mein Dank gilt allen, die geholfen haben. Insbesondere den vielen gemeinnützigen Einrichtungen, die sich das ganze Jahr über für das Gemeinwohl engagieren und ohne deren Einsatz und Ideen der Freiwilligentag überhaupt nicht möglich wäre.“

Große Hilfsbereitschaft im Vorfeld – viele spontane Mitschaffer

Mehr als 5.500 Menschen hatten sich bis Freitagabend über die Internetplattform www.wir-schaffen-was.de oder direkt bei den Projektanbietern als Helfer gemeldet. Hinzu kommen mehrere Hundert Freiwillige, die ohne vorherige Anmeldung ans Werk gingen, zum Beispiel Vereinsmitglieder, Jugendgruppen oder Eltern. „Die ersten Rückmeldungen zeigen, dass es auch beim Freiwilligentag 2014 wieder viele spontane Helfer aus dem Umfeld der gemeinnützigen Einrichtungen gab. Viele Vorhaben konnten deshalb schneller erledigt werden als gedacht. Mancherorts wurde sogar mehr geschafft als man sich ursprünglich vorgenommen hatte“, sagt Carmen Daramus, Projektleiterin Freiwilligentag bei der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH.

Lampertheim stellt neuen Projektrekord auf

„Es ist unglaublich, was sich schaffen lässt, wenn viele Menschen ge-meinsam ans Werk gehen“, zeigt sich Daramus begeistert vom gemeinschaftlichen Engagement und der Projektvielfalt beim Freiwilligentag. Von den 292 Ehrenamtsaktionen fanden 96 im badischen, 90 im hessischen und 106 im pfälzischen Teil der Region statt. Die meisten Projekte meldete Lampertheim (41), gefolgt von Ludwigshafen (37), Mannheim (30), Heidelberg und Viernheim (beide 26). Die teilnehmerstärksten Projekte fanden in Ludwigshafen (Projekt „Bewegung – Motor des Lebens“ an der Albert-Schweitzer-Schule), Neustadt-Diedesfeld (Freiwillige beim Projekt „Renovieren, sammeln und tauschen“ beim TuS 1913 Diedesfeld) und Edenkoben (Streichaktion an der Paul-Gillet-Realschule plus) statt. Rund 60 Helfer, darunter auch zahlreiche Flüchtlinge aus Afrika, wurden beim Dreck-Weg-Tag in Viernheim gezählt. Eingebettet in den Freiwilligentag war zudem das Kinderspektakel im Mannheimer Luisenpark mit mehr als 400 Helfern.

Strahlende Augen in der ganzen Region

Dank des ehrenamtlichen Tages-Engagements wurden in 67 Städten und Gemeinden Herzenswünsche erfüllt. Größter Beliebtheit erfreuten sich dabei traditionell handwerkliche Aktivitäten: Im Heidelberger Zoo brachten die Helfer zum Beispiel den Sand für das neue Zebragehege aus und strichen den Zaun zum Pelikangehege. In Sinsheim-Steinsfurt nahmen sich die Freiwilligen des Dickwald-Spielplatzes an. Im Kinderhospiz „Sterntaler“ in Dudenhofen befreiten sie den Bachlauf von Unkraut. Viele gemeinnützige Einrichtungen organisierten zudem soziale Projekte, wie eine Oldtimer-Picknick-Ausfahrt für Bewohner eines Seniorenheims im pfälzischen Obrigheim, eine Jam-Session für Musiker mit und ohne Behinderung in Heidelberg oder einen Benefiz-Basar in Walldürn im Odenwald.

Gemeinsam geht es besser – viele Firmen-Teams mit dabei

Den offiziellen Startschuss für den vierten Freiwilligentag gab Albrecht Hornbach am Morgen gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar Dr. Eva Lohse (Oberbürgermeisterin Ludwigshafen am Rhein), Margret Suckale (Vorstandsmitglied BASF SE) und Luka Mucic (Vorstandsmitglied SAP SE) an der Albert-Schweitzer-Grundschule in Ludwigshafen. Dort gingen auch zahlreiche Mitarbeiter und Auszubildende der BASF ans Werk, um das Außengelände um einen Bewegungspark für die Schüler zu erweitern.

Auch andernorts engagierten sich neben Einzelpersonen, Familien und Freundeskreisen viele Firmen-Teams. SAP-Mitarbeiter packten zum Beispiel in zwölf Freiwilligentag-Projekten mit an (u.a. Streicharbeiten im Heilpädagogischen Hort Mörgelgewann in Heidelberg). Mitarbeiter der IHK Pfalz griffen im Kinderparadies im Ludwigshafener Friedens- park zum Pinsel. Ein Team des IT-Unternehmens Realtech schulte in Walldorf Senioren im Umgang mit dem Computer. Sirona-Azubis verschönerten in Bensheim u.a. eine Kindertagesstätte. 150 Hornbach-Mitarbeiter machten in Landau fünf Freiwilligentag-Aktionen zu ihren Projekten. Ein Team des m:con Congress Center Rosengarten brachte die Terrasse der Kinderklinik in Mannheim auf Vordermann. Ebenfalls in Mannheim erforschten Bombardier-Mitarbeiter mit den jungen Bewohnern des Kinderheims St. Josef naturwissenschaftliche Phänomene. Im Evangelischen Kindergarten Großsachsen halfen John-Deere-Mitarbeiter u.a. beim Bau eines Baumhauses. Im Lambsheimer Lamundis-Stift legten Beschäftigte der RV Bank Rhein-Haardt ein Hochbeet und eine Kräuterspirale an. Zudem unterstützten in vielen Kommunen Handwerksbetriebe und Einzelhändler den Freiwilligentag. In Lampertheim spendierte zum Beispiel die Metzgerei Blüm etliche Kilo Fleischkäse für die Helfer. Die Brötchen dazu kamen vom Backhaus Schmitt. (Bild: MRN)