MHC: Auf dem Weg ins Europapokal-Halbfinale

Die Damen des Mannheimer HC haben beim Hallenhockey-Europapokal im schweizerischen Wettingen auch ihr zweites Vorrundenspiel klar gewonnen und brauchen am Samstagvormittag gegen Belgiens Meister Royal Pingouin, der bislang seine beiden Partien verlor, nur noch eine Niederlage mit weniger als drei Toren, um im Halbfinale zu stehen. Ein Unentschieden reicht bereits für den Gruppensieg. Gegen die Wiener Arminen kam der MHC durch Treffer von Kira Schanzenbecher, Cecile Pieper, Greta Lyer und Lydia Haase zu einem nie gefährdeten 4:0 (3:0).

Von Beginn an überließen die Österreicherinnen dem deutschen Meister von 2016 das Spiel. Mannheim baute geduldig auf um die tief stehende Raumdeckung der Wienerinnen. In die Karten spielte den Kurpfälzerinnen der frühe Führungstreffer durch Kira Schanzenbecher in der 3. Minute. So war der Druck nicht ganz so groß. Die Stahr-Schützlinge bauten mit schnellem Passspiel geduldig auf. Und die Geduld wurde belohnt, als Cecile Pieper in der 10. Minute rechts am Kreis ins linke untere Eck zum 0:2 traf. Erst danach hatte Wien mal eine erste Großchance, die wegen Stockschlagens zum Siebenmeter führte. Den antizipierte die ansonsten wenig beschäftigte Nadine Stelter jedoch blendend und hielt. Als Greta Lyer im Nachsetzen kurz vor der Pause das 0:3 (16.) machte, war bereits eine Vorentscheidung gefallen. Und die Arminen gaben ihr tiefes Defensivsystem auch in der zweiten Hälfte lange Zeit nicht auf, obwohl sie gegen die aufmerksame MHC-Defensive überhaupt nicht zum Zuge kamen.Erst vier Minuten vor Ende nahmen die Österreicher die Keeperin vom Platz und die beste Wienerin Kristine Vukovich übernahm das Leibchen als spielende Torfrau. Das führte zwar zu etwas mehr Offensivaktion der Arminen, die aber am guten Riegel der Mannheimer nicht vorbeikamen. Im Gegenteil: Im Konter erhöhte Lydia Haase eine Minute vor Schluss auf 0:4, was auch der Endstand war. (jb/wg)