Mosbach: Nach Tod eines Patienten Ermittlungen gegen Arzt eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Oberarzt im Neckar-Odenwald-Kreis eingestellt. Der Vorwurf des Totschlags durch Unterlassen habe nicht nachgewiesen werden können, heisst es zur Begründung. Die Ermittler legten dem 43-Jährigen zur Last, seine Kollegen daran gehindert zu haben, einen schwerkranken Mann wiederzubeleben. Der 57 Jahre alte Tumorpatient starb an den Folgen einer Lungenembolie. Laut Staatsanwaltschaft habe nicht mit Sicherheit geklärt werden können, ob der Patient überlebt hätte, wenn die Wiederbelebung nicht abgebrochen worden wäre. Der Mediziner hatte seine Entscheidung damit begründet, dass der Patient keine lebenserhaltenden Maßnahmen gewünscht habe. Diese Aussage habe ebenfalls nicht widerlegt werden können, heisst es. Die Klinik hatte dem Arzt fristlos gekündigt, weil sich keine entsprechende Patientenverfügung fand. (mho/dpa)