Mosbach: Patientin nach OP gestorben – mehr als zwei Jahre Haft für Chirurgen

Weil er einer Patientin ohne ihr Wissen die halbe Leber entfernt hat, muss ein Chirurg wegen Körperverletzung mit Todesfolge zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Die 30-Jährige war nach dem Eingriff gestorben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es kann noch Revision eingelegt werden. Der 58 Jahre alte Angeklagte war Chefarzt in einem Krankenhaus in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis), als er im Juli 2012 die Frau operierte. Der Anklage zufolge stand die Entfernung der Leberhälfte weder im OP-Plan noch war sie mit der Patientin abgesprochen. In der Anklage werden dem Arzt «grobe, aus objektiver Sicht nicht nachvollziehbare Fehler» vorgeworfen. Die Operation verlief so dramatisch, dass die Frau ins Universitätsklinikum Mannheim verlegt werden musste. Dort starb sie wenige Tage später. (lsw)