Mosbach/Obrigheim: EnBW-Schadenersatzprozess geht im Juli weiter

Die Schadenersatzklage der EnBW gegen den früheren Geschäftsführer des Kernkraftwerkes Obrigheim wird im Juli vor dem Landgericht Mosbach weiterverhandelt. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, sind am 9. Juli zwei Zeugen geladen. Dabei soll es sich um den aktuellen EnBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer und einen zweiten ehemaligen Vorstand der EnBW-Kraftwerkstochter handeln. Auch gegen Zimmer läuft eine Klage des Energieversorgers auf Schadenersatz in Millionenhöhe. Der Energieversorger wirft Zimmer, dem Ex-Obrigheim-Chef und zwei weiteren Ex-Managern vor, bei Geschäften mit dem russischen Unternehmer Andrej Bykow ihre Pflichten verletzt zu haben. Von Bykow wollte sich die EnBW 120 Millionen Euro zurückholen, weil er Verträge mit dem Energieversorger nicht erfüllt haben soll, bekam aber nur einen Teil der Summe vor Schiedsgerichten zugesprochen. Das 2005 stillgelegte Kernkraftwerk Obrigheim im Neckar-Odenwald-Kreis wurde von der EnBW betrieben. (dpa)