MVV: Preisverfall und milder Winter belasten Energieversorger

Der milde Winter und gesunkene Strompreise im Großhandel haben tiefe Spuren in der Bilanz des Mannheimer Energieversorgers MVV hinterlassen. Der operative Gewinn (Ebit) sank im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr um 17 Prozent auf 173 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Überschuss ging um neun Prozent auf 92 Millionen Euro zurück. Der Umsatz sackte um 6 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro ab. Im laufenden Jahr soll es wieder aufwärtsgehen: MVV erwartet einen „moderaten“ Umsatzanstieg und ein bereinigtes Ebit zwischen 180 und 195 Millionen Euro. Voraussetzung ist ein normaler Witterungsverlauf. Vor allem neue Stromanlagen sollen für das Wachstum sorgen. Im abgelaufenen Jahr fuhr MVV seinen Stromanteil aus erneuerbaren Energien kräftig hoch. Die so erzeugte Strommenge stieg zwischen Anfang Oktober 2013 und Ende September 2014 um 16 Prozent. Das Unternehmen kündigte weitere Investitionen in erneuerbare Energien an. Das Bundeskartellamt hatte MVV kürzlich die Freigabe für die Übernahme des angeschlagenen Ökoenergie-Spezialisten Juwi gegeben. dpa/feh