Neckar: Trifluoressigsäure im Trinkwasser festgestellt

Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz in Baden-Württemberg hat erhöhte Werte von Trifluoressigsäure (TFA) im Neckar festgestellt. Bei dem Stoff handelt es sich um das Abbauprodukt eines Pflanzenschutzmittels. Die Messungen hätten ergeben, dass sich die Belastung des Flusswassers bis auf die Trinkwasserversorgungen um Mannheim und Heidelberg auswirke, soweit sie vom Uferfiltrat des Neckars beeinflusst seien.

Bei den meisten Proben wurde der Maßnahmewert von 10 Mikrogramm pro Liter unterschritten. In nur einem Fall wurden 16 Mikrogramm pro Liter gemessen. Einen rechtlichen Grenzwert gibt es nicht.

Eine Gefährdung der Gesundheit schlossen die Behörden aus. Trotzdem wurden Maßnahmen ergriffen, um die Konzentration des TFA im Trinkwasser weiter zu vermindern. So seien Brunnen vom Netz genommen und die Zumischung unbelasteten Wassers erhöht worden, schreibt das Regierungspräsidium Karlsruhe.

In Mannheim hätten alle gemessenen Werte unter 10 Mikrogramm pro Liter gelegen, ergänzt die Stadt Mannheim in einer Mitteilung. Dennoch seien die drei Brunnen mit den höchsten Werten in Seckenheim außer Betrieb genommen worden.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat die mögliche Quelle der Verunreinigung identifiziert und weitere Emissionen aus der TFA-Produktion eigenen Angaben zufolge kurzfristig unterbunden. (rk)