Neustadt: Finanzgericht erkennt hohe Arztkosten in Steuererklärung an

Kosten für eine wissenschaftlich nicht anerkannte Heilmethode können steuerlich geltend machen kann, auch wenn zum Nachweis nur eine kurze Stellungnahme des Amtsarztes vorliegt. Das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz in Neustadt. Im vorliegenden Fall hatten Eltern ihre schwerbehinderte Tochter von Heilpraktikern behandeln lassen. Die Krankenkasse lehnte die Erstattung der Kosten von knapp 17 000 Euro ab. Deshalb führte die Familie die Ausgaben als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung auf. Das Finanzamt lehnte dies ab. Das Finanzgericht kassierte diesen Bescheid. Zur Begründung heisst es, bei dem Krankheitsbild sei jeder Versuch, das Ergebnis zu verbessern, für die Familie wichtig und medizinisch jeder positive Impuls für das Kind zu begrüßen. Auf dem Attest einer Homöpathin habe der Amtsarzt vermerkt: „Die Angaben werden amtsärztlich bestätigt“. Diesen Zusatz erachtete das Finanzgericht als ausreichend. Das Urteil ist rechtskräftig. (dpa/mho)