Neustadt: Streit um Moschee in Germersheim – Stadt reicht Eilantrag ein

Der von der Stadt Germersheim angekündigte Eilantrag gegen einen geplanten Moscheebau ist beim Verwaltungsgericht Neustadt eingegangen. Der Kommune gehe es um die Ausmaße des Gotteshauses, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch.
Die Moschee, die in einem „besonderen Wohngebiet“ auf einem 3424 Quadratmeter großen Grundstück nahe einer bereits bestehenden Moschee geplant ist, darf bis zu 15,36 Meter hoch werden und soll 618 Gebetsplätze zählen. Neben einer Zu- und Abfahrt soll sie über mindestens 26 Stellplätze für Autos haben. Das sehen die vom Kreis erteilten Genehmigungen vor. In sogenannten besonderen Wohngebieten sind neben der Wohnbebauung auch Gewerbebetriebe und Lokale sowie
„Anlagen für kirchliche Zwecke“ und Sportanlagen möglich.
Die Stadt geht laut Gericht davon aus, dass das Projekt rechtswidrig ist, weil bestimmte Aspekte nicht genau geregelt seien. Das betreffe zum Beispiel die Frage, wie groß das Einzugsgebiet des Gotteshauses sein soll. Auch die Stellplätze seien für die Stadt ein Problem. Aus ihrer Sicht verstoße das Projekt gegen das Gebot der Rücksichtnahme und sei nicht gebietsverträglich. Beim ersten Spatenstich am vergangenen Samstag hatten etwa 100 Menschen gegen das Projekt protestiert, auch AfD-Mitglieder.(dpa/lrs)