Notunterkünfte für Flüchtlinge: Neue Standorte in Baden-Württemberg

Karlsruhe, Mannheim, Tübingen und Freiburg – so könnte das Netz von Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge im Land spätestens 2016 aussehen. Ziel sei es, die Aufnahmekapazität bis dahin auf insgesamt 4000 Plätze zu erhöhen, kündigten Finanzminister Nils Schmid (SPD) und Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD)  in Stuttgart an. Für die nächsten Monate müsse man aber mit diversen Übergangslösungen hinkommen. Neben der bestehenden Landeserstaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe und
der ab Oktober neuen in der ehemaligen Zollernalb-Kaserne in Meßstetten (Zollernalbkreis) solle es ähnliche Standorte in Mannheim, Freiburg und Tübingen geben. Meßstetten soll nur bis 2016 betrieben, geschlossen und dann ersetzt werden. In diesem Jahr rechnet das Land mit der Ankunft von insgesamt 23 000 Flüchtlingen. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 kamen 5300. Bei den aktuell unvorhersehbaren Zugängen seien befristete Notunterkünfte nicht zu vermeiden, sagte Integrationsministerin Öney.
So sei in der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal bei Karlsruhe eine kurzfristige Unterbringung eingerichtet worden. Außerdem habe die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Teile des ehemaligen Kasernengeländes in Heidelberg für eine kurzfristige Notunterbringung zur Verfügung gestellt. dpa/feh