NPD-Parteitag: „Weinheim bleibt bunt“ plant Gegenveranstaltungen

Mit einer Kundgebung und einem großen Kulturfest will die Stadt Weinheim ein Zeichen gegen den NPD-Bundesparteitag
am 21. und 22. November in der Kommune setzen. Zu den beiden Veranstaltungen würden weit über 1000 Menschen erwartet, sagte der Weinheimer Stadtrat und Grünen-Landtagsabgeordnete Uli Sckerl.  Unter den rund 300 Kulturschaffenden, die auf zwei Bühnen auftreten, sind Prominente wie die in Weinheim lebende Schriftstellerin Ingrid Noll.
Trotz des Widerstands der Stadt will die rechtsextreme Partei an dem Wochenende in der Stadthalle tagen – zum dritten Mal in Folge. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt versucht, den Parteitag juristisch zu verhindern, war jedoch gescheitert. Als Konsequenz wurde das Bündnis „Weinheim bleibt bunt“ gegründet, dem unter anderem die Stadtverwaltung, mehrere Parteien und die Kirchen angehören. Neben dem Kulturfest und der Kundgebung der Stadt wird es noch weitere Protestaktionen gegen den NPD-Parteitag geben, etwa Mahnwachen und ein Aktionscamp. Zudem hat ein linkes Bündnis massiven Widerstand gegen den NPD-Parteitag angekündigt und will ihn durch Straßenblockaden ganz verhindern. Wie die Polizei auf die Lage reagiert und mit wieviel Einsatzkräften sie anrücken wird, ist noch offen. Die Einsatzplanung laufe derzeit auf Hochtouren, sagte ein
Polizeisprecher. Im vergangenen Jahr hatten in Weinheim mehrere Hundert Menschen gegen die Rechtsextremisten demonstriert. Mehr dazu sowie ein Interview mit dem Weinheimer Oberbürgermeister Heiner Bernhard heute in RNF Life. dpa/feh