Obrigheim: Fünfter und vorerst letzter Castortransport auf dem Neckar – Ankunft am Morgen in Neckarwestheim

Der in der Nacht in Obrigheim gestartete fünfte Castor-Transport wird am Vormittag gegen 9.00 Uhr in Neckarwestheim erwartet. Laut einem Polizeisprecher ist die insgesamt 50 Kilometer lange Fahrt auf dem Neckar bislang „völlig reibungslos“ verlaufen. Die Polizei ist mit starken Einsatzkräften vor Ort – sowohl auf dem Wasser als auch an Land. Atomkraftgegner vom Aktionsbündnis Neckar-Castorfrei hatten am frühen Morgen Mahnwachen angekündigt. Nach ersten Beobachtungen der Polizei hatten sich etwa zehn Menschen versammelt. Ein Sprecher der Protestbewegung kritisierte die nächtliche Fahrt als „besonders riskant“. So habe es erst am Abend in der Nähe auf dem Rhein bei
Karlsruhe eine Schiffskollision gegeben. Das Spezialschiff war am späten Abend im Hafen des stillgelegten Kernkraftwerks Obrigheim mit drei Castor-Behältern beladen worden. Ein Sprecher des Betreibers EnBW sagte: „In den drei Castor-Behältern befinden sich die letzten verbrauchten Brennelemente aus dem früheren Betrieb des Kernkraftwerks Obrigheim.“ Es ist für EnBW der fünfte und gleichzeitig wohl letzte Transport dieser Art in 2017. Gegner kritisierten den Transport. Wie Atommüll langfristig gelagert werden könne, sei weiterhin „vollkommen ungelöst“. (dpa/asc)