Odenwaldschule: Runder Tisch soll aus der Krise helfen

Um aus ihrer Krise zu kommen, hat die Odenwaldschule Heppenheim einen Runden Tisch eingeführt. Damit entspricht sie Auflagen von Aufsichtsbehörden. Koordiniert wird das Gremium von einem Rechtsanwalt, der auch eine andere Trägerstruktur entwerfen soll, teilte die Privatschule am Montag mit. Zum Runden Tisch gehören je gleichgestellt ein Vertreter der Altschüler, der Eltern, des Opfervereins „Glasbrechen“, der Mitarbeiter und des Trägervereins. Der Landkreis Bergstraße begleitet sie als örtliche Aufsichtsbehörde.
Das hessische Sozialministerium hatte dem einstigen Vorzeige-Internat aufgetragen, wegen Geldproblemen die Rechtsform zu klären und in finanziell besseres Fahrwasser zu kommen. Als favorisiertes Modell galt, aus dem eingetragenen Verein eine gemeinnützige GmbH zu machen. Vor vier Jahren war an der Schule ein lange vertuschter Missbrauchsskandal mit mindestens 132 Opfern hochgekocht. In diesem Jahr gab es erneute Missbrauchs-Vorwürfe. dpa/feh