Pfalz: Freibadsaison ins Wasser gefallen

Landau/Ludwigshafen. Der zuletzt unbeständige Sommer hat bei rheinland-pfälzischen Freibädern die Bilanzen getrübt. Das geht aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa hervor. Demnach rechnen Betreiber landesweit mit geringeren Besucherzahlen als im Vorjahr.
Dennis Fischer vom Freibad am Prießnitzweg in Landau sagte: „Ich blicke gerade in ein fast leeres Becken.“ Generell seien in den
vergangenen Wochen wegen des schlechten Wetters nur wenige Badegäste gekommen. „Wir haben uns gewisse Ziele gesetzt, die sind aber sehr
wetterabhängig“, erklärte Christof Drost, Betriebsleiter der städtischen Schwimmbäder in Landau. „Es ist jetzt ein bisschen von den nächsten 14 Tagen abhängig.“ Um den Vorjahreswert von rund 70 000 Besuchern zu erreichen, fehlten momentan noch 16 000 Badegäste. „Wir werden aber auch die Saison nicht in die Länge ziehen, um die Zahlen zu erreichen“, sagte Drost mit Verweis auf die hohen Energiekosten.

In der laufenden Saison hat das Freibad am Willersinnweiher in Ludwigshafen bis zum 19. August 64 600 Besucher gezählt, 14 200
weniger als zum Stichtag des Vorjahres. Im Zeitraum seit 2005 hatte es aber noch wesentlich schlechtere Jahre gegeben: 2011 wurden zum
Beispiel bis zum Stichtag nur 39 900 Schwimmer gezählt. Das beste Jahr in jüngerer Vergangenheit war 2006: damals suchten bis zum 19.
August 92 500 Badewillige Abkühlung in den Fluten. „Auf jeden Fall liegen wir gegenüber letztem Jahr zurück“, sagte Kay Hieber von der Stadt Kaiserslautern über die Besucherzahlen in den beiden städtischen Freibädern. „Seit Ferienbeginn war nicht viel los wegen dem schlechten Wetter.“ Die genauen Besucherzahlen würden erst zu Saisonende aufgestellt.