Pfalz: Ludwighafen sagt «Winterzauber» ab – Speyer plant Allgemeinverfügung

Wegen der Corona-Pandemie hat die Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft (Lukom) den Weihnachtsmarkt «Winterzauber» abgesagt. «Leider lässt uns das Infektionsgeschehen keine andere Wahl, die Entscheidung hierzu fällt uns außerordentlich schwer», teilte Geschäftsführer Christoph Keimes am Dienstag mit. Der Budenzauber sollte ursprünglich am 6. November starten und war wegen der Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz zunächst auf Dezember verschoben worden. Die derzeitige Entwicklung lasse keine Lockerungen erwarten, teilte die Lukom mit.

Die Stadtverwaltung Ludwigshafen rechnet unterdessen mit der Einrichtung eines Corona-Impfzentrums. «Wir arbeiten intensiv daran», sagte Ordnungsdezernent Andreas Schwarz (SPD). Derzeit laufe die Abstimmung mit dem Land, Mitte Dezember sei ein Testbetrieb geplant.

Wann die Impfung beginnen könnte, hänge auch von einem möglichen Impfstoff ab, sagte Schwarz. Er kündigte an, dass die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz wegen der steigenden Infektionszahlen ihre am 22. November auslaufende Allgemeinverfügung wohl verlängern werde. Sie beinhaltet unter anderem eine Maskenpflicht in der Innenstadt.

Auch in Speyer soll an diesem Mittwoch eine Corona-Allgemeinverfügung in Kraft treten. «Leider ein notwendiger Schritt angesichts der steigenden Infektionszahlen», sagte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD). Bestandteil soll unter anderem eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen der Stadt zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr sein.

Speyer (352,0) und Ludwigshafen (285,6) liegen bei der Zahl der Infektionen bezogen auf 100 000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen an der Spitze in Rheinland-Pfalz. (dpa/lrs/asc)