Pfalz: Rechte Demos und Gegendemos

Ludwigshafen und Limburgerhof waren heute Schauplätze politischer Kundgebungen. Aufgerufen in beiden Fällen hatte die die als nationalsozialistisch geltende Partei „Der III. Weg“. Das Motto lautete „Patriotischer Widerstand lässt sich nicht kriminalisieren! Wir bleiben dabei: Asylflut stoppen – Deutschlands Zukunft schützen“.

An beiden Orten kam es zu Gegenkundgebungen, so die Polizei. In Limburgerhof meldete das Bündnis für Toleranz und Vielfalt eine Kundgebung unter dem Motto „Keine Nazi-Hetze gegen Flüchtlinge“ an. In Ludwigshafen-Mundenheim erfolgte eine Anmeldung vom Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus Ludwigshafen-Vorderpfalz c/o DGB Region Vorder- und Südpfalz unter dem Motto „Keine Hetze gegen Flüchtlinge in Ludwigshafen“.

In Limburgerhof, wo unlängst ein Anschlag auf ein im Bau befindliches Asylbewerberheim verübt wurde,  folgten „30 Personen des rechten Spektrums“ dem Aufruf. An der Gegendemonstration nahmen insgesamt rund 150 Menschen teil. Zu einem Aufeinandertreffen der beiden Lager kam es nicht. Vier Personen aus der linken Szene mussten Platzverweise erteilt werden. In Ludwigshafen-Mundenheim versammelten sich 40 Asylgegner. Die Gegendemo mobilisierte hier rund 110 Menschen. Während dieser Versammlungen mussten zwei Personen der linken Szene, einem 26-jährigen und einem 33-jährigen Mann, Platzverweise erteilt werden, weil sie versuchten die Kundgebung der Rechten zu stören und den Aufforderungen von Polizeibeamten nicht folgten.

Die Polizeidirektion Ludwigshafen begleitete mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz alle Versammlungen. Aufgrund der Einsatzkonzeption sei es gelungen, den friedlichen Verlauf aller Versammlungen sicherzustellen. (wg)