Pinguin in Mannheim: Polizei geht von gezieltem Diebstahl aus

Vier Tage nach dem Verschwinden eines Pinguins aus einem Gehege in Mannheim schließt die Polizei auch einen gezielten Diebstahl des Tiers nicht aus.

„Es ist weiterhin schwierig, eine genaue Prognose abzugeben“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Da Humboldt-Pinguine jedoch als gefährdete Art gelten, sei auch ein „gewerbsmäßiger Diebstahl“ des Vogels denkbar. Der Sprecher verwies darauf, dass die vielen Bäume und Sträucher im Luisenpark es ermöglichten, zum Beispiel einen Beutel zu deponieren, in dem der fünf Kilogramm schwere und bis zu 60 Zentimeter große Vogel später weggetragen worden sein könnte. Dies sei aber nur eine von mehreren Möglichkeiten. Dass der Vogel gestohlen worden sein könnte, um ihn irgendwo auszusetzen, könne ausgeschlossen werden, sagte er. Das Fehlen des Tiers war am Samstag bemerkt worden.

Die Polizei werte unter anderem Kamerabilder aus dem Park aus, sagte der Sprecher. Allerdings würden nur die Besucher am Eingang aufgezeichnet. „Für die Ermittlungen wurden zwei Kollegen abgestellt, die alles abklopfen. Wir gehen allen sinnvollen Hinweisen nach“, hieß es. Der Pinguin hat ohne besondere Bedingungen wie etwa spezielle Nahrung keine Überlebenschance. Er trägt eine Flügelmarke mit der Nummer 53 und einen implantierten Erkennungs-Chip. lsw/feh