Rechtsstreit Harry Wörz: Verhandlung im Juni

Der Rechtsstreit von Justizopfer Harry Wörz um eine höhere Entschädigung soll am 8. Juni vor dem Landgericht Karlsruhe verhandelt werden. Das teilte das Gericht am Montag mit. Wörz war wegen versuchten Totschlags an seiner Frau verurteilt worden – er saß viereinhalb Jahre unschuldig im Gefängnis. Die Frau war 1997 mit einem Schal gewürgt worden und ist seitdem schwerbehindert. Wörz fordert nun mit seiner Klage vom Land Baden-Württemberg einen höheren Betrag für seinen Verdienstausfall sowie den Ersatz weiterer Kosten und Schäden, die ihm durch seine Inhaftierung entstanden sind. Er will unter anderem 86 000 Euro mehr für seinen Verdienstausfall sowie eine längere Berufsunfähigkeitsrente. Bislang wurden ihm knapp 156 000 Euro als Entschädigung für den Verdienstausfall zugebilligt. dpa/feh