Region: Behörden warnen vor neuen Trickbetrüger-Maschen in der Corona-Krise

Die Sicherheitsbehörden in Rheinland-Pfalz warnen vor neuen Trickbetrüger-Maschen in der Corona-Krise. Unter anderem habe der bekannte Enkeltrick einen neuen Dreh erhalten, teilte das Landeskriminalamt in Mainz mit. «Es gibt Fälle, in denen ein angeblicher Enkel anruft und die Großeltern um 15 000 Euro für eine Corona-Behandlung bittet», sagte ein LKA-Sprecher in Mainz der Deutschen Presse-Agentur. «In anderen Fällen ruft ein vermeintlicher Arzt an oder eine erfundene Bundesinfektionsstelle», schilderte er.

Die Betrüger hätten auch keine Skrupel, an der Haustür zu erscheinen. «Uns sind Fälle bekannt, da klingelten angebliche Ärzte und verlangten für eine Corona-Vorsorge 200 oder 300 Euro», sagte der Sprecher. In anderen Fällen seien im Internet Desinfektionsmittel und Masken angeboten worden. «Manchmal zu völlig überzogenen Preisen, oder die Besteller erhielten für ihr Geld gar keine Waren.»

Die Behörden raten, besonders misstrauisch zu sein, wenn angebliche Verwandte oder Bekannte am Coronavirus erkrankt sind und am Telefon plötzlich Geld fordern. «Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. «Rufen Sie die Verwandten oder Bekannten auf einer Ihnen bekannten Telefonnummer umgehend zurück und bestehen Sie auf ein persönliches Erscheinen. Spätestens hierbei würde der Schwindel auffliegen.»

Auch das Netzwerk Zuhause sicher e.V. betonte, Trickbetrüger würden bewährte Maschen an aktuelle Gegebenheiten anpassen, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. «Täter geben sich zum Beispiel als Polizisten aus, die die Einhaltung von Quarantäne-Maßnahmen kontrollieren wollen», teilte eine Sprecherin mit. «So bekommen sie ungehindert Zugang zur Wohnung und schlagen in einem unbeobachteten Moment zu.» (dpa/kwi)