Region: Unwetter-Update – Zeltlager unterbrochen

Nach der erneuten Unwetterfront, die am späten Freitagabend über die Region zog, zieht die Polizei Schadensbilanz: Bäume stürzten um, Dachziegel flogen umher, bei einem Blitzschlag entstand sogar ein Loch in einer Hauswand. In Zwingenberg im Kreis Bergstraße musste ein Zeltlager abgebrochen werden. Das Gewitter mit Sturmböen und Regen hinterließ in Südhessen zwar nur geringe Schäden. Jedoch musste in Zwingenberg ein Zeltlager der Jugendfeuerwehr vorübergehend unterbrochen und die rund 600 Kinder und Jugendlichen evakuiert werden, wie ein Sprecher am Samstag sagte. Mit 32 Mannschaftsfahrzeugen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und DRK wurden die Teilnehmer in eine Halle ins benachbarte Alsbach-Hähnlein gebracht, wo sie das Ende des Unwetters abwarteten. Das Zeltlager soll planmäßig bis Sonntag fortgesetzt werden, hieß es abschließend. Wieder waren der Rhein-Neckar-Kreis und die Städte Mannheim und Heidelberg besonders betroffen. Zum Teil schwere Sturmböen von über 90 Stundenkilometer fegten von Westen übers Land. Zwei Wohnhäuser in Wilhelmsfeld (Rhein-Neckar-Kreis) wurden von Blitzen getroffen. Einer davon habe eine Hauswand durchschlagen und Inventar in einem Zimmer beschädigt, hieß es in einer Mitteilung. Das Loch sei von der Feuerwehr provisorisch verschlossen worden. Zu einem Feuer kam es nicht. Die zweite Entladung beschädigte lediglich eine Telefonleitung. In Eppelheim machte sich ein Pkw-Anhänger selbstständig und rollte über die Straße in einen Zaun. In Eberbach stürzte ein Baum um und bedeckte zwei Autos. Auch in Mannheim und Heidelberg stürzten Bäume um; Dachziegel flogen durch die Luft, und Verkehrsschilder wurden beschädigt. Das Unwetter löste teilweise Einbruchalarme aus. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mehrere Zehntausend Euro. Aus der Pfalz wurden zunächst keine größeren Schäden bekannt. (mho/dpa)