Region: Kritik an Ladenöffnung an Karfreitag und Ostermontag

Als „völlig überflüssig“ und „skandalös“ haben die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Gewerkschaftsbund die von der baden-württembergischen Landesregierung erlaubte Öffnung von Läden am Karfreitag und Ostermontag bezeichnet. Bereits
jetzt verzichteten die meisten Lebensmittelläden darauf, an Sonntagen zu öffnen, weil es keinen zusätzlichen Bedarf gebe, teilte Verdi am Freitag mit. Die Beschäftigten im Einzelhandel dürften nicht um die verdiente Osterpause gebracht werden, kritisierte der DGB. „Ministerpräsident Kretschmann rät den Menschen, Ostern möglichst zuhause zu bleiben. Jetzt will er sie angeblich in die Supermärkte schicken und den Verkäufern ihre mehr als verdiente Osterpause rauben“, hieß es aus den Reihen des DGB. Verdi spricht von einer echten Zumutung für das Verkaufspersonal – gerade sie hätten die Osterpause dringend zur Erholung gebraucht. Die Zeit der Hamsterkäufe neige sich dem Ende zu, der Ansturm der Kunden habe sich
weitestgehend normalisiert, argumentiert die Gewerkschaft. Die Landesregierung hatte wegen der Corona-Krise die Öffnung von lebensnotwendigen Geschäften wie Supermärkten auch an Sonn- und Feiertagen erlaubt. Das gilt entsprechend auch für Karfreitag und Ostermontag. (mho/dpa)