Region: Reaktionen auf Trump-Sieg

Neben vielfältigen Reaktionen aus aller Welt auf den Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA meldeten sich auch regionale Akteure zu Wort, die auf der internationalen Bühne Achtung genießen – beispielsweise der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, Prof. Achim Wambach. Er sagte unter anderem:

„Trumps wirtschaftliche Pläne für die USA folgen keiner klaren Linie und sind unausgegoren. Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten zieht Ungewissheit in die amerikanische Politik ein.“

Wambach begründet das mit der Ankündigung Trumps, Steuern für Unternehmen und Großverdiener senken zu wollen und so die Wirtschaft anzukurbeln, während er genau damit aber die Staatsverschuldung ansteigen lasse. Dies sowie seine Pläne zur Beschränkung des internationalen Handels und der Migration führten zu einem wirtschaftlichen Rückgang.

Auch die Industrie- und Handelskammern Rhein-Neckar und der Pfalz sind in Sorge. Die USA seien eine zentrale Säule für die exportorientierte heimische Wirtschaft, heißt es in einer Mitteilung. Aus Baden-Württemberg gehen jährlich Waren im Wert von rund 26 Milliarden Euro in die USA; rheinland-pfälzische Unternehmen exportieren jährlich Waren im Wert von 5 Milliarden Euro dorthin. Wörtlich heißt es nun in der Mitteilung der IHK der Pfalz:

„Da Donald Trump in den vergangenen Monaten vor allem auch mit protektionistischen Vorschlägen Stimmung gemacht hat, ist die Verunsicherung in der Wirtschaft groß. Inwieweit Donald Trump als US-Präsident den freien Warenverkehr tatsächlich beschränken wird, bleibt nun aber erst einmal abzuwarten. Bis der Kurs klar ist, müssen wir aber mit Unruhe insbesondere an den Geld- und Kapitalmärkten rechnen.“

Und die IHK Rhein-Neckar ergänzt:

„Falls die künftige US-Administration tatsächlich deutlich protektionistischer handelt, müssten unsere Unternehmen mit Nachteilen im US-Geschäft gegenüber amerikanischen Konkurrenten rechnen. Angesichts der politischen Führungsrolle der USA können international tätige Unternehmen aus unserer Region zusätzlich beim weltweiten Handel von negativen Auswirkungen betroffen sein.“ (rk)