Region: „Sabine“ bringt Sturm, Gewitter und Starkregen – Warnung vor umstürzenden Bäumen

Tief „Sabine“ wird auch über die Region hinwegfegen: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 100 km/h. Die Warnung gilt von Sonntag- bis Montagabend. Eine Kaltfrontpassage am Montag sorgt darüber hinaus für Gewitter und auch in den Niederungen für orkanartige Böen zwischen 110 und 120 km/h. Im höheren Bergland kann der Orkan mit bis zu 160 km/h toben. Erst ab Montagabend flacht das Unwetter den Angaben zufolge ab, es bleibe aber auch am Dienstag noch stürmisch, bei Gewittern und im Bergland seien auch dann noch vereinzelte orkanartige Böen möglich. Mancherorts können binnen kurzer Zeit bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Extreme Gefahr bestehe durch umherfliegende Gegenstände (z.B. Dachziegel, Äste) und umstürzende Bäume. Türen und Fenster sollte geschlossen bleiben, Gegenstände im Freien gesichert werden. Abstand ist geraten bei Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

Am Sonntag entwickelt sich der zunächst schwache Südwestwind zu starken, stürmischen Böen. „Ab 22 Uhr haben wir es dann auch in den Niederungen mit einer Unwetterrelevanz zu tun“, sagte ein Sprecher.  In der Nacht zum Montag soll sich die Lage zuspitzen: Starker bis stürmischer Wind aus Südwest, ab den frühen Morgenstunden möglicherweise orkanartige Böen auch in den Niederungen mit einer Windstärke bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Die stärksten Böen werden zwischen 4 und 5 Uhr und von 10 bis 12 Uhr am Montag erwartet: „Vor allem dann muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden“.

Ob in Rheinland-Pfalz am Montag der Schulunterricht ausfällt, liege im Ermessen der Schulen selbst. Das teilt das Bildungsministerium in Mainz mit. Am Schifferstadter Schulzentrum zum Beispiel fällt der Unterricht aus, wie die Schulleiterin auf der Website des Gymnasiums informiert. In Baden-Württemberg wird unterrichtet. Das Kultusministerium in Stuttgart lässt allerdings wissen: „Eltern bzw. Erziehungsberechtigte können entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist. Falls der Weg zur Schule aufgrund extremer Wetterlagen vor Ort nicht zumutbar ist, können Eltern ihr Kind vom Unterricht befreien lassen. Die Schule ist in diesem Fall zu informieren.“ (wg/dpa)