Region: Schneefall behindert Verkehr – Zahl der Unfälle überschaubar – Polizei: Gute Bilanz

Schnee und glatte Straßen haben in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordbaden am Sonntag zu mehreren Unfällen geführt. Für eine solche Wetterlage zog die Polizei insgesamt aber eine zufriedenstellende Bilanz. Sie monierte jedoch Autofahrer, die durch Drift-Versuche im Schnee den Verkehr gefährdeten.

Die Polizei in Ludwigshafen berichtete von acht witterungsbedingten Verkehrsunfällen mit insgesamt 30 000 Euro Schaden. Verletzt wurde demnach niemand. Die Germersheimer Ordnungshüter verzeichneten unterdessen mehrere Meldungen über driftende Fahrzeuge auf schneebedeckter Fahrbahn. So machten sich Autofahrer in Germersheim, Westheim und Lustadt einen zweifelhaften Spaß daraus, auf schneeglatten Straßen ihr fahrerisches Können auszuloten. Auf dem Alten Messplatz in Landau drifteten laut Zeugenaussagen mehrere Autofahrer mit ihren hochmotorisierten Fahrzeugen. Die Fahrzeugführer schienen sich nach Polizeiangaben ein Wettrennen zu liefern. Der Fahrer eines Mercedes CLS habe gestoppt worden können, den Insassen zweier 5er BMW gelang dagegen die Flucht. Im südpfälzischen Lustadt wurde einem 37-jährigen BMW-Fahrer aus Hessen die Weiterfahrt untersagt, weil er noch Sommerreifen montiert hatte.

Schneebedingte Verkehrsunfälle meldet auch die Polizei in Südhessen. Unter anderem in Bensheim und Mörlenbach kamen Autofahrer von der schneebedeckten Fahrbahn ab und durchbrachen in Bensheim eine Umzäunung (Bensheim) beziehungsweise  kollidierten in Mörlenbach mit einem geparkten Fahrzeug. In der Industriestraße in Viernheim kamen zwei sich entgegenfahrende
Fahrzeuge ins Rutschen und stießen zusammen. In allen Fällen blieb es bei Sachschäden, Personen wurden nicht verletzt. (mho)