Rhein-Neckar/Stuttgart: Castellucci will Landes-SPD führen

Der Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci will an die Spitze der baden-württembergischen SPD. Das erklären der 44-Jährige und die Sozialdemokraten am Samstag. Der Politiker, der für den Wahlkreis Rhein-Neckar im Bundestag sitzt , macht mit seiner Kandidatur Landeschefin Leni Breymaier Konkurrenz, deren Stellvertreter der gebürtige Heidelberger ist. „Die Lage der SPD in Baden-Württemberg lässt sich nicht schönreden, aber sie lässt sich ändern“, so Castellucci. „Wenn wir Baden-Württemberg zum fortschrittlichsten Bundesland machen wollen, müssen wir die modernste Landespartei werden. Gemeinsam mit Euch will ich das Ruder rumreißen, damit es vorwärts geht.“ Er fordert „eine SPD, die Wahlen gewinnen will – und so aufgestellt ist, dass sie Wahlen gewinnen kann.“ Beim letzten Urnengang im Südwesten 2016 stürzte die Partei auf 12,6 Prozent ab. Der Professor (Hochschule für Wirtschaft für Management, Mannheim) ist seit fünf Jahren in Berlin. Seit 2018 ist er Sprecher für Migration und Integration der SPD-Bundestagsfraktion, stellv. Innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion sowie ihr Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften. Breymaier will ungeachtet ihres Gegenkandidaten weitermachen. „Ich werde dem Landesvorstand empfehlen, die beiden Kandidaturen in einem Mitgliederentscheid klären zu lassen“, sagte die 58-Jährige. „Ich habe da auch Lust weiterzumachen. Weil fertig ist man da nicht in zwei Jahren.“ Die SPD-Landesgeschäftsstelle soll ein Konzept zum Mitgliederentscheid erarbeiten, über das der Landesvorstand in der kommenden Woche entscheiden soll, wie ein SPD-Sprecher sagte. Der Landesparteitag der SPD ist am 24. November in Sindelfingen bei Stuttgart geplant. (dpa/wg)