Rhein-Neckar: Wirtschaft lahmt – IHK erkennt aber positive Tendenzen

Die Corona-Krise hat die Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar fest im Griff. „Schon zu Beginn des Jahres, also noch vor Corona, war die Stimmungskurve am Sinken. Dann kam Corona und sie ist abgestürzt. Doch jetzt gibt es allererste Anzeichen einer zögerlichen Entspannung, wenn auch nicht für alle Unternehmen“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage, an der sich 542 Unternehmen beteiligt haben. Der Konjunkturklimaindex liegt mit 79 Punkten 39 Prozentpunkte niedriger als zu Jahresbeginn. 40 Prozent der Betriebe schätzen ihre derzeitige Lage als schlecht ein, 20 Prozent als gut. 21 Prozent der Unternehmen mit positiven Geschäftserwartungen stehen 43 Prozent gegenüber, die davon ausgehen, dass sich ihre Situation weiter verschlechtern wird. „Nach starken Umsatzrückgängen im April und Mai wecken die Entwicklungen in den vergangenen Wochen für einen Teil der Unternehmen die Hoffnung, dass sie wieder Fuß fassen“, fasst Nitschke die Tendenz zusammen. Die schwierige Situation schlägt sich auch auf die Investitions- und Personalplanung der Unternehmen nieder: Knapp jedes dritte Unternehmen will seine Investitionen zurückfahren, 11 Prozent wollen mehr investieren. 8 Prozent der Unternehmen haben vor, in den nächsten 12 Monaten mehr Personal einzustellen, 32 Prozent wollen Personal abbauen. Kurzarbeit helfe zwar dabei, den Arbeitsmarkt der Region zu stabilisieren, doch die Arbeitslosenquote im IHK-Bezirk liegt mit 5,3 Prozent im Juni 1,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen bricht im Vergleich zum Vorjahresmonat um 45 Prozent ein und liegt derzeit bei 4.831 offenen Stellen. (IHK/mj)