Rheinland-Pfalz: Bettlägerige ab 70 können bald zu Hause geimpft werden

Das rheinland-pfälzische Modellprojekt für eine Corona-Schutzimpfung bettlägeriger und immobiler alter Menschen wird ausgeweitet. Von diesem Donnerstag (11. März) an könnten sich alle niedergelassen Ärzte in Rheinland-Pfalz dafür registrieren lassen und ab 22. März ihre Patienten zu Hause impfen, kündigte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Dienstag in Mainz an. Dies gelte dann bereits für bettlägerige und immobile Menschen ab 70 Jahren. Bis Ende April sollten so bis zu 30 000 Menschen von ihren Hausärzten zu Hause die erste Spritze bekommen können.

Das bundesweit erste Pilotprojekt sei erfolgreich angelaufen, 44 bettlägerige und immobile Patienten über 80 Jahren seien bisher zu Hause geimpft worden. «Die Pilotärzte berichten von einem reibungslosen Verlauf», sagte die Ministerin. Patienten und Angehörige seien sehr froh.

Viele bettlägerige Menschen hätten sich bereits bei ihren Hausärzten wegen einer Impfung gemeldet, andere könnten dies jetzt auch tun. Es könne auch sein, dass die Ärzte von sich aus auf die Patienten zukämen, weil sie immer sechs Menschen auf einmal impfen müssten, damit keine Dosis verloren gehe. Die Organisation obliege den Praxen, ergänzte Landesimpfkoordinator Alexander Wilhelm (SPD). Die Praxen könnten beispielsweise kooperieren oder verbleibende Impfdosen anderen Menschen der entsprechenden Prioritätengruppe spritzen. (dpa/kwi)