Rheinland-Pfalz: Bilanz kurz vor Saisonende – kaum Grippe-Fälle

Seit Beginn der Grippesaison im Herbst vergangenen Jahres sind in Rheinland-Pfalz kaum Menschen an Grippe erkrankt. Lediglich 31 laborbestätigte Grippefälle führt das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz bislang, wie Sprecher Achim Ginkel der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 15 Fälle waren es demnach zwischen Oktober 2020 bis Jahresende und 16 seit Jahresbeginn 2021 bis Anfang Mai. «In diesem Zeitraum wurden uns zwei Fälle übermittelt, bei denen Menschen an beziehungsweise mit Influenza verstorben sind», sagte Ginkel.

Zum Vergleich: Für die vorangegangene Saison seien in Rheinland-Pfalz zwischen Oktober 2019 und Mai 2020 insgesamt 8352 Grippefälle verzeichnet worden. In diesem Zeitraum starben demnach 20 Menschen an beziehungsweise mit Influenza. Das LUA führt den deutlichen Rückgang der Grippefälle im Land auf die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurück. Es scheine, «als hätten die Coronamaßnahmen der Grippe den Garaus gemacht», sagte Ginkel.

Bundesweit wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza seit Saisonbeginn bis zum 30. April nur 541 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt. In der Saison zuvor waren es bis Ende April noch 185 893 gewesen – mehr als 340 Mal so viele. Doch trotz der im Saisonvergleich «extrem geringen Zirkulation von saisonalen Influenzaviren» könnten vereinzelt Todesfälle auftreten. Dies gelte insbesondere für Risikogruppen. (dpa/lrs/asc)