Rheinland-Pfalz: Erneuter Shutdown „unvermeidlich“

Das Land Rheinland-Pfalz will die anstehende Weihnachtszeit nutzen, um mit einem Shutdown die Infektionszahlen zu senken. Die Infektionszahlen seien in der sechsten Woche des Teil-Lockdowns nicht so, wie von den Experten berechnet gesunken, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei. Deswegen habe sich der Ministerrat darauf verständigt den Einzelhandel zu schließen. Davon ausgenommen seien Lebensmittelläden. Alten- und Pflegeheime, sowie die mobilen Pflegedienste sollen noch stärkere Schutzmaßnahmen nutzen.

Zitat Familienministerin Anne Spiegel: „Wir halten den erneuten Shutdown für unvermeidlich, denn das Personal in den Kliniken ist in Teilen des Landes an der Belastungsgrenze und die Intensivstationen sind Großteils belegt. Deshalb müssen wir umfassend unsere Kontakte reduzieren, die Abstands- und Hygieneregeln noch penibler einhalten und kontrollieren. Es ist wichtig, die Belastungen für Familien so gering wie möglich zu halten. Das haben wir aus dem ersten Shutdown gelernt. Daher macht es Sinn, den Shutdown zur Senkung der Infektionszahlen mit den kommenden Weihnachtsferien zu verbinden, in denen Schulen und Kitas ohnehin geschlossen sind.“

Ein genaues Datum, wann der Shutdown beginne wurde nicht genannt. Man werde am Sonntag um eine gemeinsame Lösung für ganz Deutschland ringen. Ein Corona-Tourismus zwischen Bundesländern mit unterschiedlichen Regeln sei nicht hilfreich. Wie die Maßnahmen aussehen, das will Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Sonntag in einer Pressekonferenz erläutern. (mpf)