Rheinland-Pfalz: Flüchtlingsverteile stellt Busbranche vor große Herausforderungen

Die Bewältigung der Flüchtlingskrise in Rheinland-Pfalz ist auch eine große logistische Herausforderung. Insgesamt gebe es pro Monat rund 1000 Busfahrten, sagte die Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, Eveline Dziendziol, der Deutschen Presse-Agentur. Mit Bussen würden etwa asylsuchende Menschen vom Mannheimer Hauptbahnhof, wo sie von Bayern aus ankommen, weiter in Unterkünfte gebracht. Zudem müssten Menschen etwa zur Registrierung sowie von den Erstaufnahmeeinrichtungen in Kommunen gefahren werden.  Probleme, genügend Busse aufzutreiben, habe es bislang noch nicht gegeben, sagte Dziendziol. Manchmal seien sogar reichlich Busse organisiert worden, und es seien viel weniger Flüchtlinge als vermutet eingetroffen. Ein Omnibusunternehmer, der nicht genannt werde möchte, spricht von einem großen Bedarf an Bussen für den Transport von Flüchtlingen. „Das ist wie ein kleines Konjunkturprogramm.“
Auch dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) sind keine Engpässe bekannt. „Wir haben die Hochsaison der Reiseverkehre im September hinter uns, so dass derzeit freie Kapazitäten da sind“, sagte Sprecher Matthias Schröter. Bundesweit gehe man in etwa von 200 Bussen aus, die vorgehalten werden müssten, um bei kurzfristigem Bedarf reagieren zu können. „Wir wollen helfen und niemanden in der Kälte oder im Regen stehen lassen“, sagte Schröter. (dpa/lrs)