Rheinland-Pfalz: Landwirte hoffen auf helfende Hände

Einen Monat nach dem auf Bundesebene erzielten Kompromiss zur Einreise von Erntehelfern hofft die
Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz auf weitere Saisonarbeitskräfte etwa aus Rumänien. Am (heutigen) Freitag tauschen sich die Agrarminister von Bund und Ländern über Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Land- und Forstwirtschaft aus. Viele Saisonarbeitskräfte fürchteten sich vor Infektionen in Deutschland und würden von einer Reise absehen. Zudem würden sich viele Arbeitskräfte sorgen, dass sie im Heimatland nach Rückkehr unter Quarantäne gestellt würden. Bundesagrarministerin Julia Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer hatten sich Anfang April darauf verständigt, dass im April und im Mai je 40 000 Helfer aus Osteuropa einreisen dürfen – um Ernteausfälle zu verhindern. Dem Statistischen Landesamt zufolge hat Rheinland-Pfalz von allen Arbeitskräften in landwirtschaftlichen Betrieben unter den Bundesländern den höchsten Anteil an Saisonarbeitskräften. Im Durchschnitt 41 900 Helfer waren 2016 im Bundesland beschäftigt. (dpa/cal)