Rheinland-Pfalz: Russische Importe massiv eingebrochen

Die russischen Einfuhren nach Rheinland-Pfalz sind deutlich eingebrochen. Von Januar bis November 2016 verringerten sich die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40,2 Prozent auf 245 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht. Hauptfaktor für die Einbußen seien die Sanktionen der EU gegen Russland, erläutert Robert Lippmann, Geschäftsführer International der IHK Koblenz. „Die russische Wirtschaft ist im internationalen Vergleich aber auch insgesamt schlecht aufgestellt“, betonte er. Der Export nach Russland legte hingegen um 7,4 Prozent zu. Dabei gelte auch für ein Teil der Ausfuhren seit 2014 ein EU-weites Verbot, erklärte der IHK-Experte. „Ohne das Embargo wäre die Zahl höher“. Außerdem spielt nach seinen Worten die Entwicklung der Rohstoffpreise eine zentrale Rolle im Handel mit Russland. Im Dezember hat die EU die Wirtschaftssanktionen bis Ende Juli verlängert. „Insgesamt hat die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz den Russland-Schock gut verkraftet“, bilanziert Lippmann. (dpa/lrs)