Rheinland-Pfalz: Verbraucherpreise erneut niedriger als vor einem Jahr

Den zweiten Monat in Folge ist die Teuerungsrate in Rheinland-Pfalz unter den Wert des Vorjahres gerutscht. Der Verbraucherpreisindex im August lag 0,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr, wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte. Zuletzt lag die Inflationsrate im Februar 2015 bei minus 0,2 Prozent. Billiger waren im August vor allem Heizöl (minus 25,6 Prozent) und Kraftstoff (minus 10,3 Prozent). Mehr hinblättern mussten die Rheinland-Pfälzer dagegen für Strom (plus 4,5 Prozent) und Gas (0,6 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel lagen um 1,1 Prozent über denen vom August 2019. Dabei zeigt die Statistik deutliche Unterschiede auf: So waren Äpfel um 16,7 Prozent und verschiedene Beerensorten um 9,2 Prozent teurer; Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 4,7 Prozent. Dagegen mussten die Verbraucher weniger für Gemüse ausgeben (minus 7,4 Prozent). Vor allem Gurken und Kartoffeln waren günstiger (minus 26,2 beziehungsweise minus 21,6 Prozent). Die Auswirkung der seit 1. Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent sowie des ermäßigten Steuersatzes von 7 auf 5 Prozent ist nach Angaben der Statistiker schwer messbar. Zum einen wirke sich die Senkung unterschiedlich auf die einzelnen Gütergruppen aus, zum anderen sei kaum nachzuverfolgen, inwieweit die verringerten Sätze an die Verbraucher weitergegeben worden seien, da die Preisentwicklung von vielen Faktoren abhänge. (dpa/kwi)