Rhodt unter Rietburg: Happy End nach groß angelegter Suchaktion

Eine großangelegte Suchaktion nach einem 83jährigen Vermissten in Rhodt unter Rietburg an der Weinstraße nahm am späten Freitagabend ein glückliches Ende. Wie die Polizei heute berichtet, meldete ein Angehöriger der Senior am Freitag gegen 18 Uhr als vermisst. Er habe bereits frühmorgens um 6 Uhr seine Wohnung mit unbekanntem Ziel verlassen. Da eine Durchsuchung des Anwesens in Rhodt und die Fahndung im Nahbereich durch die Polizeikräfte ergebnislos geblieben sei, wurden gegen 20:30 Uhr für die weitere Suche im Bereich Rhodt die Feuerwehren Rhodt, Weyher, Edenkoben und Maikammer sowie die Rettungshundestaffel Südliche Weinstraße verständigt. Aufgrund eines Zeugenhinweises wurde die Suche gegen 00:30Uhr in den Bereich des Forsthauses Heldenstein verlagert, wo der Vermisste gegen 13:00 Uhr zuletzt gesehen wurde. Wegen der Unwegsamkeit des Geländes forderte die Polizei zusätzlich einen Hubschrauber und eine weitere Rettungshundestaffel aus dem Bereich Pirmasens/Zweibrücken an. Mit mehr als 50 Einsatzkräften sowie 9 Einsatzfahrzeugen wurde der Nahbereich um das Forsthaus Heldenstein abgesucht. Ein sogenannter „Mantrailer“, ein speziell ausgebildeter Hund für die Personensuche, konnte die Spur des Vermissten aufnehmen, die sich jedoch genau vor dem Forsthaus Heldenstein verlor. Da sowohl die Suche aus der Luft mit Wärmebildkamera als auch durch die Einsatzkräfte auf dem Boden ergebnislos blieb, wurde die Suche in der Nacht auf Samstag gegen 3 Uhr zunächst abgebrochen und am Samstag gegen 8 Uhr fortgesetzt. Es seien zu diesem Zeitpunkt alle möglichen Anlaufadressen des Vermissten und neue Zeugenhinweise überprüft worden. Gegen 9:30 Uhr sei die Suche im Bereich des Forsthauses Heldenstein mit einem Großaufgebot wieder aufgenommen worden. Es waren mehr als 65 Einsatzkräfte und 18 Fahrzeuge im Wald unterwegs. Auch beteiligten sich spontan einige Bürger aus Rhodt an der Suche. Zudem fahndete die Polizei mit Lautsprecherdurchsagen in den umliegenden Ortschaften nach dem Vermissten. Ein Waldarbeiter brachte die Rettungskräfte schließlich auf die richtige Fährte. Er hatte den Vermissten am Vortag gegen 16:30 Uhr in einem Waldstück in Richtung Lambrecht gesehen. In diesem Bereich, im sogenannten Pferdestrappental, wurde der 83jährige am Samstag gegen 13.30 Uhr, also rund 31 Stunden nach seinem Verschwinden, auf einem Baumstamm sitzend wohlbehalten und körperlich unversehrt aufgefunden.Eigenen Angaben zufolge hatte sich der Vermisste nur verlaufen und die Nacht auf dem Baumstamm liegend verbracht. Eine medizinische Versorgung war nach Polizeiangaben nicht erforderlich. (mho)