Rimbach: 100 Schüler in Quarantäne – Rückkehrer aus Ski-Freizeit in Südtirol

99 Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen der Martin-Luther-Schule in Rimbach sowie rund 10 Begleitpersonen, die sich zurzeit auf Skifahrt im Ahrntal, Südtirol, befinden, werden nach ihrer Rückkehr vorsorglich unter häusliche Quarantäne gestellt. Die Schülerinnen und Schüler waren letzte Woche zu der Reise aufgebrochen. Seit Mittwoch zeigen ein Schüler sowie eine Begleitperson grippale Symptome. Beide Personen sind im Moment isoliert und werden von einer weiteren Begleitperson betreut. Heute hat das Robert Koch Institut die Liste der definierten Risikogebiete um Südtirol erweitert.

Als die Klassenfahrt startete, war davon jedoch noch keine Rede. „In den Tagen vor der Fahrt ist von der Schulleitung unter Einbindung aller Schulgremien intensiv geprüft worden, ob die Fahrt stattfinden kann. In Rücksprache mit den zuständigen schulischen Institutionen, der Elternschaft, den begleitenden Lehrkräften sowie dem Reiseveranstalter wurde die Entscheidung getroffen, die Fahrt auf freiwilliger Basis stattfinden zu lassen, da das Reiseziel zu diesem Zeitpunkt nicht in einem vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet liegt,“ sagte Beate Wilhelm, Schulleiterin der Martin-Luther-Schule.

Die Reisegruppe wird unmittelbar nach der Ankunft in Rimbach in Veranlassung durch das Gesundheitsamt untersucht werden. „Dies ist zunächst einmal eine reine Vorsichtsmaßnahme und wir hoffen natürlich, dass sich die Infektion letztlich nur als grippaler Infekt herausstellt“, sagte Landrat Christian Engelhardt. „Durch die Quarantäne, direkt nach der Rückkehr, bestehen die besten Voraussetzungen dafür, dass es keine weiteren Kontakte der Verdachtsfälle mit weiteren Personen unserer Region gibt“, erklärte Engelhardt. „Die Quarantäne ist eine reine Schutzmaßnahme, die das Gesundheitsamt für die gesamte Gruppe aussprechen muss. Das Gesundheitsamt wird die betroffenen Familien am Freitag in Rimbach beraten,“ sagte die Gesundheitsdezernentin des Kreises, Diana Stolz. Der Kreis hat in der Sache zudem Rücksprache mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gehalten.

Die Rückkehr der Reisegruppe wird am Freitagabend erwartet. Während des Tages finden in der Schule Beratungen für alle Eltern der Kinder, die an der Reise teilgenommen haben, durch das Gesundheitsamt statt, wie die häusliche Quarantäne organisiert werden kann. Über das genaue Vorgehen werden die Eltern durch die Schule über die Schulelternsprecher informiert. (cag/Kreis Bergstraße)