RLP: Coronavirus bereitet Wirtschaft Sorgen – Gespräch im Ministerium

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bereitet auch der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz Sorgen. Unternehmen spüren bei ihren Geschäften oft die Auswirkungen von Covid-19. So rechnet unter anderem die Bitburg Braugruppe mit möglicherweise eintrübenden Geschäften im Ausland. Der Markt in Italien sei für das Unternehmen einer „der ganz großen Absatzmärkte“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Axel Dahm, in Bitburg. Derzeit sei nicht absehbar, wie sich das Thema Coronavirus „auswirken wird in Bezug auf Gastronomie und in Bezug auf Veranstaltungen. Das könnte uns natürlich dort auch zurückwerfen“. Der BASF-Konzern in Ludwigshafen besitzt seit der Sars-Epidemie 2003 einen stufenweisen Pandemieplan. Ein Krisenteam analysiert täglich die neuen Informationen über das Coronavirus. Wichtig sei, nicht in Panik zu verfallen, sondern schrittweise und umsichtig zu reagieren, betonte BASF-Chef Martin Brudermüller unlängst. Die Debeka Versicherungsgruppe (Koblenz) reagierte auf die Ausbreitung von Covid-19 bereits Anfang März und aktivierte für ihre bundesweit 16 000 Mitarbeiter einen Teil ihres Pandemieplans. Neben dem Verzicht auf Dienstreisen wurde auch die Bilanzpressekonferenz kurzfristig abgesagt und als Online Pressekonferenz durchgeführt. Das Wirtschaftsministerium in Mainz kündigte ein Gespräch mit Vertretern der Wirtschaft an diesem Dienstag (10. März) an. Dabei gehe es um einen Austausch zur Lage und zu möglichen Maßnahmen. (lrs/mj)