RLP: Hubig fordert mehr Engagement für digitalen Unterricht

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht einen „deutlichen Nachholbedarf“ bei der Anbindung der Schulen an Breitband und Glasfaser. „Das müssen die Schulträger machen. Ich habe sie noch einmal gebeten, das verstärkt in den Blick zu nehmen“, sagte Hubig der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Sie forderte Schulen und Schulträger zudem auf, mehr Geld aus dem Digitalpakt zu beantragen. „Ich bin nicht zufrieden damit, wie die Mittel aus dem Digitalpakt abgerufen werden.“  „Seit einem dreiviertel Jahr haben wir als Land die Voraussetzungen zur Verfügung gestellt und die Anträge kommen nicht in dem Maße, wie das dringend notwendig wäre“, kritisierte Hubig. Von den 241 Millionen Euro Digitalpakt-Mitteln könnten auch mobile Endgeräte für bedürftige Schüler angeschafft werden. Die Schulträger müssen die Anträge einreichen, manche machen dies für mehrere Schulen. Der Anschluss ans Kabel – also der Weg bis zur Schule – ist nicht Teil des Digitalpakts, für den der Bund bundesweit fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat. Nach der vorläufigen Videoplattform für die Schulen werde es im Herbst eine endgültige Lösung geben, kündigte Hubig an. Die Serverkapazitäten seien dafür ausgebaut worden. „Die Schulen haben sich jetzt in einem Maße mit digitalem Unterricht auseinander gesetzt, wie sie das vorher nicht getan haben.“ Im Februar 2021 soll die Schulcloud mit digitalen Schulmaterialien allen Schulen zur Verfügung stehen. Während der Schließung der Schulen in der Corona-Pandemie habe es einen enormen Schub bei den digitalen Medien gegeben. (lrs/mj)