Rülzheimer „Barbarenschatz“, die dritte: Finder erneut vor Gericht

Der Finder eines großen Schatzes aus der Spätantike steht am Dienstagabend zum dritten Mal vor Gericht. Das Landgericht Frankenthal muss entscheiden, ob der gelernte Einzelhandelskaufmann den Fund unterschlagen hat. Zweimal wurde er bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Seine Anwälte dringen aber weiter auf einen Freispruch. Weil sie nach dem jüngsten Urteil beim Pfälzischen Oberlandesgericht erfolgreich Revision einlegten, kommt es nun erneut zum Prozess. 2013 hatte der junge Mann den aus dem fünften Jahrhundert nach Christus stammenden und als einmalig bezeichneten „Barbarenschatz“ von Rülzheim in der Südpfalz aufgespürt. Erst sieben Monate nach der Entdeckung, als Fotos des Schatzes der Polizei in die Hände fielen, rückte er den Fund heraus. Aus Sicht der Ermittlungsbehörden war das zu spät, in Rheinland-Pfalz gehören Funde die kulturhistorisch wertvoll sein können, automatisch dem Staat. (dpa/cal)