Mannheim: Energiewende bremst Auftragseingang bei ABB Deutschland

Die Zurückhaltung bei Investitionen in Energietechnik hat sich bei der Deutschland-Tochter des Schweizer ABB-Konzerns im vergangenen Jahr bemerkbar gemacht. Nach wie vor hemme die schleppende Umsetzung der Energiewende die notwendigen Investitionen, teilte das Unternehmen am Montag in Mannheim mit. Der Auftragseingang lag 2014 vor allem wegen sinkender Großaufträge mit
3,09 Milliarden Euro fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Umsätze gingen um vier Prozent auf 3,22 Milliarden Euro zurück.
Die Bestellungen für Energietechnik-Systeme sanken um 16 Prozent,  die Aufträge für Energietechnik-Produkte gingen leicht zurück. Positiv entwickelte sich dagegen die Sparte für Niederspannungsprodukte. Richtig rund läuft es für ABB im Geschäft mit Produkten für Industrieautomation und Antriebe. Viele Industrieunternehmen bereiten sich mit Hilfe von Automatisierungstechnik auf die zunehmende Digitalisierung der Produktion vor.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit 269 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 332 Millionen Euro. Das Ergebnis unterm Strich gibt das Unternehmen nicht bekannt.(dpa)