Schwetzingen: Trüffelhund im Einsatz zur Rettung historischer Gärten

Ein Trüffelhund soll helfen, den historischen Schwetzinger Schlossgarten gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Das Tier mit einer besonders sensiblen Nase soll Vorkommen von Pilzen orten, die in Symbiose mit Bäumen leben und deren Fähigkeit zur Wasseraufnahme extrem verbessern. Der Einsatz des Italienischen Wasserhundes ist nur ein Teil einer Bestandsaufnahme, die auch Tiere und Pflanzen im Landschaftsgarten der Sommerresidenz von Kurfürst Carl Theodor (1724-1799) umfasst. „Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist schon zwölf – wir müssen jetzt handeln, um dieses Denkmal der Gartenkunst für nächste Generationen zu erhalten“, sagte Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG), am Mittwoch. Die Trockenheit der letzten drei Jahre hat die Schäden bei den 200 bis 300 Jahre alten Baumriesen des Parks explodieren lassen. Um diese Entwicklung zu stoppen, wird auch Snoopy eingesetzt. Er ist auf die Suche nach Trüffeln getrimmt. Diese docken an Wurzelballen an und lassen die Bäume bis zum 1000fachen an Wasser aufnehmen wie sonst. Die auf zwei Jahre angelegte Inventur wird von der Staatlichen Toto-Lotto-Gesellschaft mit über 240.000 Euro finanziert. (lsw/mj)