Schwetzingen: Unbekannte sprengen zwei Geldautomaten und entkommen

Mit mehreren lautstarken Explosionen sind am frühen Donnerstagmorgen zwei Geldautomaten an einem Schwetzinger Einkaufszentrum von Räubern gesprengt worden. Die beiden Pavillons, in denen sich die Maschinen befanden, seien vollständig zerstört worden, teilte die Polizei mit. Gesteinsbrocken flogen durch die Luft und lagen danach auf den angrenzenden Straßen, wie es weiter hieß. Mehrere geparkte Autos wurden beschädigt. Laut Polizei entstand ein Schaden von mindestens 200 000 Euro, zudem konnte die mindestens dreiköpfige Männer rund 100 000 Euro erbeuten, wie ein Sprecher sagte.

Die Ermittler gehen von mehreren Tätern aus, die nach den Detonationen mit schnellen Autos in Richtung A6 flüchteten und zunächst nicht gefasst werden konnten.

Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts (LKA) untersuchen nun, wie die beiden Geldautomaten aufgesprengt wurden. Zerstört werden die Automaten häufig, indem Gas eingeleitet und angezündet wird. Deshalb richten die Sprengungen teilweise größere Schäden an als der Diebstahl des Geldes. Zwar sind die Geldhäuser gegen Sachschäden versichert. Gerät ein Institut aber häufiger ins Visier der Kriminellen, wird die Versicherung in der Regel teurer. In vielen Fällen gehen Räuber beim Sprengen von Geldautomaten allerdings leer aus.

Banken und Sparkassen versuchen Panzerknackern schon seit längerem, mit den unterschiedlichsten Sicherheitsmaßnahmen das Leben schwer zu machen. So können die Automaten beispielsweise mit einer Technik zur Gas-Neutralisierung ausgestattet werden. Eine andere Methode: Bei einer Sprengung wird das Geld eingefärbt. (dpa/lsw/asc)