SG Leutershausen: Frietsch zieht’s in die Bundesliga

Die Vorrunde ist vorbei, die SG Leutershausen geht als Tabellenführer in die Weihnachtspause. Wenn der Handball-Zirkus am 10. Januar mit dem Auswärtsspiel bei der SG Köndringen/Teningen weiter geht, wird ein „Roter Teufel“ nicht mehr mit der SGL auf der Platte stehen: Manuel Frietsch wechselt zum HBW Balingen-Weilstetten in die DKB Handball-Bundesliga. Leicht fiel der SGL die Freigabe nicht, gehört der Linkshänder inzwischen doch zu den starken Stützen der Mannschaft. Dennoch war es ein Gebot der Fairness, ihn ziehen zu lassen: „Manuel wollte sportlich den nächsten Schritt gehen, und den haben wir ihm ermöglicht, weil er unserer Philosophie entspricht“, sagt Holger Löhr, sportlicher Leiter der SG Leutershausen: „Wir hätten Manuel für den Rest der Saison gerne noch mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, das war aber aus Altersgründen leider nicht mehr möglich.“
Der 23-Jährige kam im Sommer 2012 aus Pforzheim an die Bergstraße – ein Sprung aus der Oberliga in die 2. Bundesliga. Marc Nagel, damals noch nicht Trainer bei der SGL, hatte den Linkshänder empfohlen. Frietsch kam als Nachzügler zum Team, zeigte aber schon bald seine Qualität. Seine „Fackeln“ aus dem rechten Rückraum begeisterten die Fans in der Heinrich-Beck-Halle. „Manu hat sich in den vergangenen Jahren körperlich und spielerisch enorm entwickelt“, bescheinigt ihm sein heutiger Trainer Marc Nagel, „er besitzt alle Möglichkeit, ein kompletter Erstligaspieler zu werden. Ich gehe davon aus, dass er diese Entwicklung unter Markus Gaugisch machen wird.“
In der aktuellen Drittliga-Saison trug Frietsch deutlich zum Erfolg der „Roten Teufel“ bei: In der Vorrunde besorgte er 73 Treffer für den Tabellenführer und damit die meisten Feldtore des gesamten Teams. „Seine sehr gute Entwicklung in Leutershausen wird nun durch den Sprung ins Oberhaus gekrönt“, sieht Holger Löhr im Weggang von Manuel Frietsch auch einen Beleg für die handballerische Arbeit bei der SGL. Die Position im rechten Rückraum wollen die „Roten Teufel“ in der Rückrunde nicht nachbesetzen, „für den Start der neuen Saison suchen wir aber wieder einen talentierten Linkshänder“, so Löhr. (RK)