SG Leutershausen: Kalte Dusche im hohen Norden

Die SG Leutershausen kehrt aus dem Norden ohne Punkte zurück. Bei der 21:30 (8:18)-Auswärtsniederlage beim VfL Bad Schwartau in der 2. Handball-Bundesliga waren die „Roten Teufel“ von Anfang bis Ende chancenlos — einzig in der Anfangsphase konnten die Jungs von der Bergstraße standhalten, Valentin Spohn netzte nach knapp drei Minuten zur 2:1-Auswärtsführung. Doch Schwartau drehte schnell das Spiel, ging in der achten Minute erstmals sogar mit fünf Toren in Führung (3:8). Alexander Hübe bekam im SGL-Tor noch keine Hand an den Ball, sein Gegenüber Dennis Klockmann vernagelte das Tor —  SGL-Cheftrainer Marc Nagel nahm die Auszeit und brachte Philipp Bauer für den Angriff. Auch in der Deckung stellte Nagel um, setzte auf die 5:1-Variante mit Niklas Ruß auf der vorgezogenen Position — enger wurde die Partie aber nicht. Nach zehn Minuten ohne Torerfolg sorgte Marcel Möller wieder für ein Erfolgserlebnis der „Roten Teufel“. Zudem tauschte Nagel im SGL-Kasten, Moritz Mangold sorgte sofort mit zwei Paraden für wichtige Akzente (5:10 nach 18 Minuten). Doch die Abwehr blieb weiterhin zu passiv, die technischen Fehler häuften sich, der VfL nutzte jede Unaufmerksamkeit aus und zog davon — 8:18 der Pausenstand.
Die Hausherren kamen auch besser aus der Kabine, konterten die Jungs von der Bergstraße aus — beim
VfL war nahezu jeder Wurf ein Treffer. Der SGL-Rückstand wuchs weiter, als Jonas Kupijai zum 12:23 traf
(38.), war die Begegnung schon lange entschieden. Zwischenzeitlich parierte Hübe, Salger traf im Gegen-
zug zum 15:23 (41.) — ein Funke Hoffnung kam bei den über 60 mitgereisten SGL-Fans auf. Doch Antonio
Metzner stellte schnell wieder den alten Zehn-Tore-Abstand her — 15:25 nach 45 Spielminuten. Einzig Sal-
ger konnte im Angriff noch für Erfolgserlebnisse sorgen, gegen die 21:30- Pleite konnte er sich aber auch
nicht wehren — am Ende war er mit sechs Treffern erfolgreichster SGL-Schütze.

„Das war irgendwie typisch, wir haben die erste halbe Stunde verschlafen“, so Abwehrchef Matthias Con-
rad, „die langen Auswärtsfahrten können wir noch nicht.“ Und Nagel urteilte: „Die Niederlage war verdient, in der ersten Halbzeit hatten wir gar nichts dagegen zu setzen — dann kommt so ein Ergebnis zustande. Heute haben auch wichtige Spieler gefehlt, das war in der Summe dann etwas zu viel. Zumindest haben wir in der zweiten Halbzeit noch Charakter gezeigt und für unsere Fans gekämpft.“ (tb/wg)